Regelungen für Busreisen im Juli 2021: Was jetzt gilt

Dank des Fortschritts der europäischen Impfkampagne bleiben die Infektionszahlen in fast allen europäischen Ländern trotz der Ausbreitung der Delta-Variante gering. Die aktuellen Regelungen zu Busreisen im Juli 2021 haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Busreisen in allen Bundesländern wieder möglich

Das Positive vorneweg: Busreisen sind inzwischen in allen Bundesländern wieder möglich, nachdem auch Rheinland-Pfalz und Sachsen ihre Busreiseverbote Mitte Juni endlich aufgehoben haben.

Die wichtigste Voraussetzung dafür ist eine stabile 7-Tage-Inzidenz unter 100. Für das Busreisen ist dabei sowohl die Inzidenz am Ausgangsort sowie beim angesteuerten Reiseziel ausschlaggebend. Busse dürfen dann zu 100% belegt werden. Eine Ausnahme ist Baden-Württemberg, wo ab Inzidenzen von 35 bzw. 50 nur eine Belegung zu 75% bzw. 50% erlaubt ist.

Weiterhin keine einheitlichen Regelungen in Deutschland

Zwar gelten weiterhin keine einheitlichen Reglungen. Einige „Grundregeln“ gibt es aber dennoch.

So besteht fast überall die Pflicht, vor Reiseantritt einen 3-G-Nachweis zu erbringen – das heißt Reisende müssen entweder geimpft, genesen oder getestet sein, um die Reise anzutreten. In manchen Bundesländern entfällt die Testpflicht unter bestimmten Voraussetzungen. In Bayern und Hessen ist dies der Fall bei einer Inzidenz von unter 50, in Thüringen unter 35 und in Hamburg unter 10.

In Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern ist dafür sogar ein Selbsttest unter Aufsicht zulässig. Sie können also einen Schnelltest bei uns direkt vor Ort unter Aufsicht erbringen und wir stellen Ihnen anschließend einen Testnachweis aus. Bringen Sie entweder selbst einen zugelassenen Selbsttest mit; oder wir verkaufen Ihnen einen Selbsttest zu unserem Einkaufspreis.

Auch gilt im Bus weiterhin die Verpflichtung, zumindest eine medizinische Maske zu tragen – ausgenommen sind Kinder unter 6 Jahren. In Bayern und Sachsen-Anhalt muss dagegen eine FFP2-Maske getragen werden. In Hessen entfällt die Maskenpflicht am Sitzplatz, wenn alle Reisegäste einen 3-G-Nachweis vorgelegt haben.

Europa: EU-Staaten einigen sich auf einheitliche Reisebedingungen

Nach dem europaweiten Reisechaos seit Ausbruch der Pandemie rappelt sich die EU nun wieder zu mehr Koordination auf. Weil sich die Corona-Lage verbessert hat, haben sich die EU-Staaten am 14.06. auf ein gemeinsames Vorgehen bei der schrittweisen Aufhebung der Reisebeschränkungen geeinigt. Zwar handelt es sich bei der Einigung nur um eine Empfehlung. Das heißt, die EU-Mitgliedsstaaten behalten sich die Möglichkeit vor, bei einer Verschlechterung der Lage die Notbremse zu ziehen.

Trotzdem bringt die Einigung zunächst einige Vereinheitlichungen mit sich. Für vollständig Geimpfte und Genesene Personen gibt es demnach keine Reisebeschränkungen mehr in Form einer Test- oder Quarantänepflicht. Für alle anderen sind die Reisebeschränkungen vereinheitlicht worden. Auch auf eine einheitliche Gültigkeit von Corona-Tests hat man sich geeinigt: PCR-Tests haben eine Gültigkeit von 72 Stunden, Antigen-Schnelltests sind 48 Stunden gültig.

Besonders hilfreich: Die EU stellt nun auch ein Reiseplanungstool zur Verfügung, mit dem Sie sich über die jeweils aktuellen Inzidenzen, Einreisebestimmungen und Corona-Regelungen vor Ort informieren können.

Der digitale Gesundheitspass ist EU-weit da

Damit Reisende innerhalb der EU ihre Impfung, Genesung oder Corona-Tests unkompliziert nachweisen können, wird der digitale Gesundheitspass („Covpass“) seit 1. Juli 2021 europaweit akzeptiert.

Die digitalen Nachweise können mit folgenden Apps erbracht werden: der Covpass-App, die im Apple-Store, im Google Play Store oder direkt über das RKI heruntergeladen werden kann. Oder (nach einem Update) über die Corona-Warn-App und die Luca-App.

Die Nachweise können dann ganz praktisch mit Hilfe eines QR-Codes in die App eingelesen und anschließend z.B. von Grenzbeamten ausgelesen werden. Zusätzlich muss der Personalausweis oder Reisepass vorgelegt werden. Selbstverständlich können die Nachweise auch weiterhin in Papierform erbracht werden. Um eine erfolgte Impfung nachzuweisen, werden dann der ausgedruckte QR-Code sowie der gelbe Impfpass benötigt.

Den QR-Code für den Impfnachweis erhalten Sie automatisch vom Impfzentrum nach dem zweiten Impftermin ausgehändigt. Menschen, die beim Arzt geimpft wurden, können den QR-Code in der Arztpraxis oder über eine Apotheke erhalten. Dazu muss der gelbe Impfpass bzw. Impfnachweis im Original sowie der Personalausweis mitgebracht werden. Apotheken, welche den QR-Code erstellen können, sind im Apothekenmanager verzeichnet.

Österreich: Kaum noch Beschränkungen

Unabhängig von den europäischen Reiseregeln unterscheiden sich die Regelungen in den einzelnen Ländern weiterhin. Österreich geht voran und hat Beschränkungen bei touristischen Busreisen weitgehend aufgehoben.

Seit dem 1. Juli müssen Passagiere in dem Alpenstaat keine Maske mehr im Bus tragen. Im Gegenzug müssen alle Fahrgäste vor Reiseantritt einen gültigen 3-G-Nachweise vorlegen. Da Österreich bereits seit dem 13. Juni nicht mehr als Risikogebiet gilt, zieht auch die Rückreise nach Deutschland keine Quarantäne nach sich.

Nicht nur beim Busreisen, auch in anderen Branchen inklusive Hotellerie, Gastronomie und für touristischen Angebote gelten Erleichterungen. Die FFP2-Maksenpflicht entfällt, es reichen ab sofort einfache Gesichtsmasken. Auch diese sind nur mehr in geschlossenen Räumen von öffentlichen Gebäuden, im Handel und in Museen zu tragen, nicht aber in Hotellerie und Gastronomie. Stattdessen ist von den Gästen ein 3-G-Nachweis zu erbringen.

Italien: Immer weniger Einschränkungen

Italien gilt ebenfalls bereits seit dem 6. Juni nicht mehr als Corona-Risikogebiet, so dass bei Rückreise keine Quarantänepflicht besteht. Zur Einreise braucht es einen 3-G-Nachweis, im Bus sind medizinische Masken zu tragen.

Hotels, Bars, Eisdielen, Badestrände etc. sind geöffnet, es gilt Abstandspflicht, bzw. eine Maskenpflicht, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können. Unter Umständen kann vor Betreten etwa eines Badestrandes, Museums etc. eine Anmeldung verlangt und Fieber gemessen werden.

Tschechien, Slowenien und Kroatien: Keine Risikogebiete mehr

Auch die Länder Tschechien und Slowenien sind keine Risikogebiete mehr, ebenso Kroatien mit Ausnahme der Gepanschaft Zadar. Die Einreise nach Kroatien ist von Bayern aus ohne Corona-Test möglich. In Tschechien und Slowenien ist für die Einreise ein 3-G-Nachweise nötig.

Im Zweifelsfall: Kontaktieren Sie uns

Die Situation ist weiterhin dynamisch und Regelungen zu Busreisen im Juli 2021 verändern sich täglich. Wenn Sie also eine Reise bei uns gebucht haben und sich über die aktuell gültigen Reglungen informieren wollen, geben wir Ihnen gerne telefonisch oder per Email Auskunft.

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